Feuerbestattung in Neu-Anspach
Bei einer Feuerbestattung in Neu-Anspach wird der Verstorbene zunächst in einem Krematorium eingeäschert. Anschließend findet die Beisetzung der Urne statt – beispielsweise auf einem Friedhof, in einem Bestattungswald oder im Rahmen einer Seebestattung. In Hessen ist die Feuerbestattung die häufigste Bestattungsart.[3]
zum AutorWer gerade einen Angehörigen verloren hat, muss in wenigen Tagen vieles entscheiden. Dieser Ratgeber ordnet die Schritte, nennt die Fristen, die in Hessen gelten, und zeigt, welche Urnengräber es auf den Friedhöfen der Stadt gibt.
Wie läuft eine Feuerbestattung in Neu-Anspach ab?
Der Weg vom Todesfall bis zur Urnenbeisetzung folgt in Hessen einer festen Reihenfolge. Die meisten Schritte übernimmt das Bestattungshaus. Es hilft der Familie trotzdem, sie zu kennen, weil sich daraus ergibt, wann welche Entscheidung fällig wird.
- Leichenschau: Nach einem Todesfall muss die Familie umgehend eine Ärztin oder einen Arzt rufen. Sie oder er stellt den Tod fest und den Leichenschauschein aus.[2] Danach kann das Bestattungshaus den Verstorbenen überführen.
- Standesamt: Der Sterbefall ist spätestens am dritten Werktag nach dem Tod beim Standesamt des Sterbeortes anzuzeigen. Dort wird die Sterbeurkunde ausgestellt.[2]
- Zweite Leichenschau: Vor jeder Einäscherung werden Todesursache und Todesart in einer weiteren Leichenschau überprüft. Ohne die Bescheinigung darüber ist eine Feuerbestattung nicht zulässig.[4]
- Einäscherung: Das Krematorium äschert den Verstorbenen im Sarg ein. Die Asche wird in eine Urne gefüllt, die amtlich verschlossen wird. Teile der Asche dürfen nicht entnommen werden.[3]
- Anmeldung beim Friedhof: Die Urnenbeisetzung wird bei der Friedhofsverwaltung der Stadt beantragt. Neben Leichenschauschein und Sterbeurkunde braucht sie dafür die Einäscherungsbescheinigung.[2]
- Urnenbeisetzung: Trauerfeiern und Beisetzungen finden auf den Neu-Anspacher Friedhöfen von Montag bis Freitag statt, an Sonn- und Feiertagen nur in begründeten Ausnahmefällen mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung.[2]
Welche Fristen gelten in Hessen für Einäscherung und Urnenbeisetzung?
Das hessische Friedhofs- und Bestattungsgesetz setzt drei Zeitgrenzen. Ein Verstorbener darf frühestens 48 Stunden und muss spätestens zehn Tage nach dem Eintritt des Todes bestattet werden. Diese Frist gilt auch für die Einäscherung. Die Urne ist danach innerhalb von neun Wochen beizusetzen.[4]
Die Friedhofsordnung der Stadt Neu-Anspach setzt für Urnen, die der Stadt übergeben werden, eine eigene, kürzere Grenze. Sie müssen spätestens zwei Monate nach der Einäscherung beigesetzt sein. Andernfalls bestattet die Stadt sie auf Kosten der bestattungspflichtigen Person in einer anonymen Gemeinschaftsanlage.[2]
Für die Familie bedeutet das: Zwischen Einäscherung und Urnenbeisetzung bleiben einige Wochen, um die Trauerfeier in Ruhe vorzubereiten und Verwandte zu informieren. Wer die Feier weit hinausschieben möchte, sollte den Termin früh mit dem Bestattungshaus und der Friedhofsverwaltung abstimmen.
Findet die Trauerfeier vor oder nach der Einäscherung statt?
Beides ist möglich. Der Verstorbene wird entweder vor oder nach der Trauerfeier im Sarg eingeäschert.[3] Die beiden Wege fühlen sich für viele Familien sehr unterschiedlich an.
Abschied am Sarg vor der Einäscherung
Bei dieser Form steht der Sarg im Mittelpunkt, ähnlich wie bei einer Erdbestattung. In Neu-Anspach können Trauerfeiern in den Trauerhallen der Friedhöfe Mitte und Anspach stattfinden. Wer am offenen Sarg Abschied nehmen möchte, nutzt dafür die Aufbahrungsräume auf den Friedhöfen. Der Sarg wird spätestens eine Stunde vor Beginn der Feier verschlossen.[2] Das Bestattungshaus Lohnstein hat außerdem einen eigenen Abschiedsraum, in dem Angehörige in Ruhe Zeit mit dem Verstorbenen verbringen können.[1]
Trauerfeier mit der Urne
Hier findet die Feier erst zur Urnenbeisetzung statt, in einer der Trauerhallen oder direkt am Grab. Eine Feier am Grab soll nach der Friedhofsordnung nicht länger als eine Stunde dauern.[2] Bei diesem Weg bleibt mehr Zeit, die Feier vorzubereiten, weil die Urnenbeisetzung einige Wochen nach der Einäscherung liegen darf.
Manche Familien verbinden beides: einen stillen Abschied am Sarg im engsten Kreis und eine größere Feier, wenn die Urne beigesetzt wird.
Wo wird eingeäschert?
Eingeäschert wird in einem Krematorium der Region. Welches beauftragt wird, klärt das Bestattungshaus. Eines davon ist das Krematorium Friedberg in der benachbarten Wetterau. Es wurde 1917 in Betrieb genommen und gehört zu den ersten Feuerbestattungsanlagen in Deutschland.[5]
Nach eigenen Angaben stellt das Krematorium Friedberg die Urne innerhalb weniger Tage bereit. Auf Wunsch nennt es auch den Zeitpunkt der Einäscherung, damit Angehörige in diesem Moment in Gedanken bei dem verstorbenen Menschen sein können.[5]
Die Fahrt zum Krematorium und die Rückführung der Urne übernimmt das Bestattungshaus. Bestattungshaus Lohnstein setzt dafür eigene Bestattungsfahrzeuge ein.[1]
Welche Urnengräber gibt es auf den Friedhöfen in Neu-Anspach?

Die Stadt Neu-Anspach unterhält fünf Friedhöfe, auf denen beigesetzt wird: Anspach, Mitte, Seibelhohl im Stadtteil Hausen-Arnsbach, Rod am Berg und Westerfeld. Auf dem Friedhof Dörrwiese sind keine Belegungen mehr möglich.[2] Für alle Urnen gilt eine Ruhezeit von 20 Jahren.[2]
Die Friedhofsordnung kennt sieben Formen, eine Urne beizusetzen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie lange das Grab besteht, wie viele Urnen es aufnimmt und ob die Familie die Pflege übernimmt.
| Grabart | Belegung und Dauer | Pflege und Ort |
|---|---|---|
| Urnenreihengrab | In einem Urnenreihengrab wird genau eine Urne für 20 Jahre beigesetzt, eine Verlängerung ist nicht möglich. | Das Urnenreihengrab pflegt die Familie, die Lage vergibt die Friedhofsverwaltung der Reihe nach. |
| Urnenreihengrab als Rasengrab | Im Urnenreihengrab als Rasengrab wird eine Urne für 20 Jahre beigesetzt. | Das Urnen-Rasengrab legt allein die Friedhofsverwaltung an und pflegt es, angeboten wird es auf allen Friedhöfen außer Dörrwiese. |
| Urnenwahlgrab | Ein Urnenwahlgrab hat eine bis vier Stellen mit je einer Urne und läuft 30 Jahre. | Das Urnenwahlgrab pflegt die Familie, und Wünsche zur Lage berücksichtigt die Friedhofsverwaltung nach Möglichkeit. |
| Urnenwahlgrab als Rasengrab | Ein Urnenwahlgrab als Rasengrab läuft wie das gewöhnliche Urnenwahlgrab 30 Jahre. | Das Urnenwahlgrab als Rasengrab pflegt allein die Friedhofsverwaltung, angeboten wird es auf allen Friedhöfen außer Dörrwiese. |
| Urnenwand und Urnenstele | Eine Grabstätte in der Urnenwand oder Urnenstele nimmt bis zu drei Urnen auf und läuft wahlweise 20 oder 30 Jahre. | Die Urnenwand steht auf dem Friedhof Anspach, Urnenstelen stehen auf dem Friedhof Mitte, und die Verschlussplatte ist nur bei der Stadt erhältlich. |
| Baumgrab | Am Gemeinschaftsbaum erhält eine Urne einen Platz für die Ruhezeit, als Wahlgrab gibt es Baumgräber mit zwei oder acht Stellen und 50 Jahren Nutzungsdauer. | Das Baumgrab pflegt allein die Friedhofsverwaltung, die Namen stehen auf einer Gedenkstele am Baum, und angeboten wird es auf allen Friedhöfen außer Dörrwiese. |
| Anonyme Urnengemeinschaftsanlage | In der anonymen Gemeinschaftsanlage wird die Urne für 20 Jahre beigesetzt, ohne dass der Ort der Grabstelle bekannt gegeben wird. | Die Rasenfläche pflegt die Friedhofsverwaltung, Namensschilder und Grabschmuck sind nicht erlaubt, und es gibt sie auf den Friedhöfen Anspach, Seibelhohl, Mitte und Westerfeld. |
Alle Angaben in der Tabelle beruhen auf der Friedhofsordnung der Stadt Neu-Anspach.[2]
Eine Urne kann außerdem in ein bestehendes Familiengrab für Särge kommen. In jeder Stelle eines Erdwahlgrabes haben ein Sarg und zwei Urnen Platz. In einem Erdreihengrab ist zusätzlich eine Urne möglich, wenn das Grab noch mindestens 20 Jahre läuft.[2] Die Friedhofsverwaltung empfiehlt für jede Urnenbeisetzung eine biologisch abbaubare Urne, im Baumgrab ist sie vorgeschrieben.[2]
Welche Möglichkeiten gibt es außerhalb der städtischen Friedhöfe?

Auch nach einer Feuerbestattung gilt der Friedhofszwang. In Hessen ist die Urne in einer Urnenhalle, einem Urnenhain, einer Urnenwand, einer Urnengrabstelle oder einem Grab beizusetzen oder zur Beisetzung an eine Friedhofsverwaltung zu senden.[4] Die Urne mit nach Hause zu nehmen, ist deshalb nicht erlaubt.
Zwei Wege führen trotzdem über die Friedhöfe der Stadt hinaus. Im Bestattungswald werden Urnen an den Wurzeln von Bäumen beigesetzt. Ein solcher Wald liegt im Taunus ganz in der Nähe, in der Nachbargemeinde Weilrod. Wer sich dem Meer verbunden fühlte, kann eine Seebestattung wählen, bei der die Urne auf dem Meer beigesetzt wird. Auch Seebestattungen gehören zu den Leistungen des Bestattungshauses Lohnstein.[1]
Was muss die Familie entscheiden?
Zuerst zählt der Wille des verstorbenen Menschen. Eine ausdrücklich verfügte Feuerbestattung ist umzusetzen, und wer eine Einäscherung zu Lebzeiten abgelehnt hat, darf nicht eingeäschert werden.[3] Deshalb lohnt sich der Blick in die Unterlagen, bevor das Gespräch mit dem Bestattungshaus beginnt. Wie man solche Wünsche für sich selbst festhält, beschreibt der Ratgeber Bestattungsvorsorge in Neu-Anspach.
Danach stehen für die Familie meist diese Fragen an:
- Soll die Trauerfeier am Sarg oder mit der Urne stattfinden?
- Auf welchem Friedhof und in welcher Grabart soll die Urne beigesetzt werden, und wer pflegt das Grab später?
- Soll das Grab Platz für weitere Angehörige bieten?
- Welche Urne passt zur gewählten Grabart?
- Wer spricht bei der Trauerfeier, welche Musik soll erklingen, und wer wird eingeladen?
Den Grabstein muss die Familie nicht sofort bestimmen. Ohne Zustimmung der Friedhofsverwaltung ist bis zu zwei Jahre nach der Beisetzung ein Holzkreuz zulässig. Für ein endgültiges Grabmal braucht man vorher die schriftliche Zustimmung der Stadt.[2]
Häufige Fragen zur Feuerbestattung in Neu-Anspach
Wie lange dauert es von der Einäscherung bis zur Urnenbeisetzung?
Das Krematorium Friedberg stellt die Urne nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage bereit.[5] In Hessen muss die Urne innerhalb von neun Wochen nach der Einäscherung beigesetzt werden.[4] Urnen, die der Stadt Neu-Anspach übergeben werden, müssen spätestens nach zwei Monaten beigesetzt sein.[2]
Darf man die Urne in Hessen mit nach Hause nehmen?
Nein. In Hessen muss die Urne auf einem Friedhof, zum Beispiel in einem Urnengrab oder einer Urnenwand, beigesetzt oder zur Beisetzung an eine Friedhofsverwaltung gesandt werden.[4]
Kann eine Urne in ein bestehendes Familiengrab in Neu-Anspach?
Ja, unter Bedingungen. In jeder Stelle eines Erdwahlgrabes haben ein Sarg und zwei Urnen Platz. In ein Erdreihengrab kann zusätzlich eine Urne, wenn das Grab noch mindestens 20 Jahre läuft.[2]
An welchen Tagen finden Urnenbeisetzungen in Neu-Anspach statt?
Trauerfeiern und Beisetzungen finden auf den städtischen Friedhöfen von Montag bis Freitag statt. An Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen gibt es Beisetzungen nur in begründeten Ausnahmefällen mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung.[2]
Welche Urne braucht man für ein Baumgrab in Neu-Anspach?
Im Baumgrab darf nur eine biologisch abbaubare Urne beigesetzt werden. Für alle anderen Urnengräber empfiehlt die Friedhofsverwaltung eine solche Urne ebenfalls.[2]
Was gilt, wenn keine Feuerbestattung gewünscht war?
Hat der Verstorbene eine Feuerbestattung abgelehnt, ist die Einäscherung unzulässig. Hat er sie ausdrücklich verfügt, ist diesem Wunsch zu entsprechen.[3]
Fazit
Bei einer Feuerbestattung in Neu-Anspach kann zwischen Einäscherung und Urnenbeisetzung zusätzliche Zeit für die Vorbereitung der Trauerfeier liegen. Die Zeitgrenzen sind trotzdem fest: höchstens zehn Tage bis zur Einäscherung, neun Wochen bis zur Beisetzung nach hessischem Recht und zwei Monate für Urnen, die der Stadt übergeben werden. Für die Wahl des Grabes lohnt sich der Blick auf die Pflege: Rasengräber, Baumgräber und die anonyme Gemeinschaftsanlage pflegt die Friedhofsverwaltung, Urnenreihen- und Urnenwahlgräber die Familie.
Im Trauerfall ist das Bestattungshaus Lohnstein in Neu-Anspach unter 06081 41880 immer erreichbar und erledigt die im Todesfall notwendigen Formalitäten.[1]
Der Autor
Bestattungshaus Lohnstein – im Trauerfall an der Seite der Familien im Usinger Land
Wenn ein Mensch stirbt, ist das Bestattungshaus Lohnstein für die Familien in Neu-Anspach und Umgebung da, im Trauerfall zu jeder Zeit. Vom Hauptsitz in Rod am Berg und von den Standorten in Weilrod-Niederlauken und Grävenwiesbach aus begleitet die Familie Lohnstein seit mehr als 55 Jahren Erd-, Feuer- und Seebestattungen. Alle Formalitäten erledigt das Haus professionell und zeitsparend, damit den Angehörigen Raum für den persönlichen Abschied bleibt.
Wer Zeit mit dem Verstorbenen braucht, bekommt sie im eigenen Abschiedsraum, denn diese Zeit ist nach der Überzeugung der Familie Lohnstein kostbar. Eigene Bestattungsfahrzeuge sorgen für eine würdige und sachgemäße Überführung in ganz Deutschland sowie von und nach dem Ausland. Für die Zeit nach der Beisetzung hat das Haus eine Liste empfehlenswerter Bücher zusammengestellt, darunter psychologische Ratgeber zur Trauer. Das Bestattungshaus Lohnstein ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Bestatter und geprüfter Bestatter.[1]
Leistungen:
- Feuer-, Erd- und Seebestattungen
- Erledigung aller Formalitäten im Todesfall
- Eigener Abschiedsraum
- Überführungen mit eigenen Fahrzeugen im In- und Ausland
- Grabmale und Grabpflege
- Beratung zur Bestattungsvorsorge
Bestattungshaus Lohnstein – Erd-, Feuer- u. Seebestattungen
Inhaber Siegfried Lohnstein
Hinter dem Hainzaun 5
61267 Neu-Anspach
| Telefon: | 06081 41880 |
| Telefax: | 06081 449898 |
| E-Mail: | bestattungshaus.lohnstein@online.de |
| Web: | bestattungshaus-lohnstein.de |
Im Trauerfall immer für Sie da.
Weitere Standorte:
Weilrod, Ratsgasse 26, Telefon 06083 959 05 40
Grävenwiesbach, Königsberger Straße 9, Telefon 06086 843
Lesen Sie auch unseren Ratgeber
Bestattungsvorsorge in Neu-Anspach
Quellen
- Bestattungshaus Lohnstein: Startseite und Filialen; Bundesverband Deutscher Bestatter: Eintrag Bestattungshaus Lohnstein
- Stadt Neu-Anspach: Friedhofsordnung in der Fassung vom 13.02.2020, Friedhöfe – Allgemeine Informationen und Bürgerservice: Bestattung
- Verwaltungsportal Hessen: Feuerbestattung anmelden
- Aeternitas: Friedhofs- und Bestattungsgesetz Hessen (FBG), Stand 01.05.2026 und Bestatten in Deutschland: Hessen
- Stadtwerke Offenbach: Krematorium Friedberg

